
Fast haben wir uns schon daran gewöhnt: Ständige Überwachung durch Kameras und private Sicherheitsdienste in den Bahnen, Polizeigewalt bei Demos, stundenlange Vorkontrollen beim Fußball und willkürliche Personalienfeststellungen vor allem bei subkulturell aktiven oder migrantischen Jugendlichen. Meist wird es als einzelne Erscheinung oder mit dem Gefühl wahrgenommen, dass das schon alles seine Richtigkeit haben werde. Denn der Staat hat ja für unsere Sicherheit zu sorgen und warnt beinahe täglich vor neuen Gefahren.
Doch warum versucht der Staat uns mit ständig schärferen Techniken und Praktiken zu überwachen, zu schikanieren und einzuschüchtern? Gerade in Zeiten kapitalistischer Krise scheint „Sicherheit“ auf Kosten der Freiheit alles andere zu überlagern. Dem Staat geht es um den Erhalt der bestehenden Eigentums- und Ausbeutungsverhältnisse, die er gegen wachsende Unzufriedenheit sichern will.
Die Polizei ist kein Freund und Helfer, sondern Exekutivorgan der Staatsgewalt, die sich jederzeit gegen jedeN richten kann.
Deshalb am 13.03.2010 gemeinsam auf die Straße gegen Polizeigewalt und staatliche Repression! Die Demonstration beginnt um 15 Uhr am Kronenplatz in Karlsruhe.
Gemeinsame Zugtreffpunkte in Achern und Bühl:
Achern 14h – Gleis 2 [Abfahrt 14.16h]
Bühl 14h – Gleis 1 [Abfahrt 14.21h]
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Info: Mehr Informationen und eine ausführliche Broschüre findet ihr beim Arbeitskreis Polizeigewalt Karlsruhe. Ausführliche Berichte und Stellungnahmen zum Repressionsschlag gegen 18 FreiraumaktivistInnen in Mittelbaden im Jahr 2008 gibt es bei der Antirepressionsgruppe Mittelbaden.
2. Februar 2010
in Antirepression

Vor 65 Jahren, am 27.1.1945, wurde das Vernichtungs- und Konzentrationslager Auschwitz (-Birkenau) von der Roten Armee befreit.
Der Name Auschwitz steht heute für die größte Barbarei der Menschheitsgeschichte und für einen einmaligen gezielten industriellen Massenmord. An diesem Tag soll den verfolgten, ausgegrenzten und ermordeten Jüdinnen und Juden gedacht werden, ebenso wie allen anderen Opfern der nazistischen Gewaltherrschaft.
Das Rheinauer Bündnis „bunt statt braun“ begeht den Tag mit einer Gedenkveranstaltung. Beginn ist um 18.00 Uhr in Freistett auf dem Marktplatz. Alle Interessierten sind zur Teilnahme eingeladen.
Die Toten mahnen uns
Nie wieder Faschismus
Nie wieder Krieg
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Info: Du möchstest mit nach Freistett? Dann melde dich bis Dienstag, 26. Januar 2010 bei uns. Kontakt: akb [at] autonome-antifa [dot] org.

Am 13. Februar wollen, am 65. Jahrestag der schwersten Luftangriffe auf Dresden, wieder tausende Faschisten durch die Stadt zu marschieren und die Geschichte zu ihren Gunsten um zu interpretieren. Nach szeneinternen Streitigkeiten der Nazis und zeitlich getrennten Demonstrationen in den letzten Jahren fällt das Datum der Bombardierung in diesem Jahr auf einen Samstag. Die Nazis mobilisieren, unter Führung der NPD und der Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO), vereint zu einer Großdemonstration in der sächsischen Landeshauptstadt. Auch deshalb wir der diesjährige Aufmarsch ungeahnte Dimensionen annehmen. AntifaschistInnen aus dem gesamten Bundesgebiet sind aufgerufen sich den Rechten in den Weg zu stellen und die Demonstration zu blockieren. No pasarán – sie kommen nicht durch!
Bei dem Aufmarsch geht es den Neonazis nicht etwa um Repräsentanten des NS-Regimes oder um die Toten von Wehrmacht und Waffen-SS, sondern um ein konstruiertes Kollektiv unschuldiger deutscher Opfer. Der Bezug auf den Nationalsozialismus verläuft dadurch mehr oder weniger indirekt: Der Angriff auf Dresden sei ein Angriff auf das „deutsche Volk“ gewesen und damit gleichzeitig auf das „wahre Deutschland“, welches wiederum gleichbedeutend ist mit dem Nationalsozialismus. Im gedachten nationalsozialistischen Kollektiv von damals bis heute werden die Toten für die Neonazis zu „ihren“ Toten, sie werden zu Stellvertreterinnen und Stellvertretern des nationalsozialistischen Systems. In ihnen sehen Neonazis das Subjekt ihrer Trauer um das zerschlagene „Dritte Reich“.
Gleichzeitig gelingt mit dem Bezug auf die Bombardierung eine Feindkonstruktion nach Außen. Die Alliierten werden dargestellt als verbrecherische Siegermächte, die zum einen den Nationalsozialismus heimtückisch zu Fall gebracht hätten und zum anderen daran anschließend Deutschland das „BRD-Lügensystem“ oktroyiert hätten. Dadurch erhält der Mythos Dresden aus neonazistischer Sicht eine ungebrochene Aktualität.
Genau deshalb reicht es nicht, einfach den Kopf zu schütteln über die „ewig Gestrigen“. Der Bezug auf die Vergangenheit ist aktuell politisch relevant und wichtig für die Identitätsbildung der Nazis. Umso wichtiger, ihnen am 13. Februar einen Strich durch die Rechnung zu machen!
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Info: Aktuelle Informationen findet ihr bei der bundesweiten Kampagne „No pasarán“, deren Aufruf auch wir unterschrieben haben. Ab Bühl wird es Mitfahrgelegenheiten nach Dresden geben. Abfahrt ist Freitag Nacht, am späten Samstag Abend werden wir wieder in Bühl sein. Bei Interesse schreibt eine Email an akb [at] autonome-anifa [dot] org.