Solidarity is a…


solidarity_3 Infolge der Repressionswelle gegen AntimilitaristInnen, die im April 2009 gegen den 60. NATO-Gipfel in Strasbourg und Baden-Baden protestiert hatten und teilweise noch im Knast sitzen, entstehen hohe Kosten. Um diese abfedern zu können, haben Soligruppen mit 42 unterstützenden Bands einen Sampler voller linker Musik produziert, den es ab sofort zu kaufen gilt. Mit dem Kauf der Soli-CD unterstützt ihr direkt die Gefangenen der Proteste gegen den Natogipfel 2009. Alle Gewinne gehen an die bestehenden Soligruppen. Mehr Infos zu Bands und den Texten im Booklet findet ihr
hier.

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Info: Bestellen könnt ihr die CD direkt bei uns mit einer Mail an akb [at] autonome-antifa [dot] org oder bei den MacherInnen des Samplers, ebenfalls mit einer Mail an soli-cd [at] riseup [dot] net.

Internationaler Holocaustgedenktag

auschwitz

Vor 65 Jahren, am 27.1.1945, wurde das Vernichtungs- und Konzentrationslager Auschwitz (-Birkenau) von der Roten Armee befreit.
Der Name Auschwitz steht heute für die größte Barbarei der Menschheitsgeschichte und für einen einmaligen gezielten industriellen Massenmord. An diesem Tag soll den verfolgten, ausgegrenzten und ermordeten Jüdinnen und Juden gedacht werden, ebenso wie allen anderen Opfern der nazistischen Gewaltherrschaft.
Das Rheinauer Bündnis „bunt statt braun“ begeht den Tag mit einer Gedenkveranstaltung. Beginn ist um 18.00 Uhr in Freistett auf dem Marktplatz. Alle Interessierten sind zur Teilnahme eingeladen.

Die Toten mahnen uns
Nie wieder Faschismus
Nie wieder Krieg

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Info: Du möchstest mit nach Freistett? Dann melde dich bis Dienstag, 26. Januar 2010 bei uns. Kontakt: akb [at] autonome-antifa [dot] org.

Dresden 2010 – No pasarán!

Dresden_calling

Am 13. Februar wollen, am 65. Jahrestag der schwersten Luftangriffe auf Dresden, wieder tausende Faschisten durch die Stadt zu marschieren und die Geschichte zu ihren Gunsten um zu interpretieren. Nach szeneinternen Streitigkeiten der Nazis und zeitlich getrennten Demonstrationen in den letzten Jahren fällt das Datum der Bombardierung in diesem Jahr auf einen Samstag. Die Nazis mobilisieren, unter Führung der NPD und der Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO), vereint zu einer Großdemonstration in der sächsischen Landeshauptstadt. Auch deshalb wir der diesjährige Aufmarsch ungeahnte Dimensionen annehmen. AntifaschistInnen aus dem gesamten Bundesgebiet sind aufgerufen sich den Rechten in den Weg zu stellen und die Demonstration zu blockieren. No pasarán – sie kommen nicht durch!

Bei dem Aufmarsch geht es den Neonazis nicht etwa um Repräsentanten des NS-Regimes oder um die Toten von Wehrmacht und Waffen-SS, sondern um ein konstruiertes Kollektiv unschuldiger deutscher Opfer. Der Bezug auf den Nationalsozialismus verläuft dadurch mehr oder weniger indirekt: Der Angriff auf Dresden sei ein Angriff auf das „deutsche Volk“ gewesen und damit gleichzeitig auf das „wahre Deutschland“, welches wiederum gleichbedeutend ist mit dem Nationalsozialismus. Im gedachten nationalsozialistischen Kollektiv von damals bis heute werden die Toten für die Neonazis zu „ihren“ Toten, sie werden zu Stellvertreterinnen und Stellvertretern des nationalsozialistischen Systems. In ihnen sehen Neonazis das Subjekt ihrer Trauer um das zerschlagene „Dritte Reich“.
Gleichzeitig gelingt mit dem Bezug auf die Bombardierung eine Feindkonstruktion nach Außen. Die Alliierten werden dargestellt als verbrecherische Siegermächte, die zum einen den Nationalsozialismus heimtückisch zu Fall gebracht hätten und zum anderen daran anschließend Deutschland das „BRD-Lügensystem“ oktroyiert hätten. Dadurch erhält der Mythos Dresden aus neonazistischer Sicht eine ungebrochene Aktualität.
Genau deshalb reicht es nicht, einfach den Kopf zu schütteln über die „ewig Gestrigen“. Der Bezug auf die Vergangenheit ist aktuell politisch relevant und wichtig für die Identitätsbildung der Nazis. Umso wichtiger, ihnen am 13. Februar einen Strich durch die Rechnung zu machen!

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Info: Aktuelle Informationen findet ihr bei der bundesweiten Kampagne „No pasarán“, deren Aufruf auch wir unterschrieben haben. Ab Bühl wird es Mitfahrgelegenheiten nach Dresden geben. Abfahrt ist Freitag Nacht, am späten Samstag Abend werden wir wieder in Bühl sein. Bei Interesse schreibt eine Email an akb [at] autonome-anifa [dot] org.

In Bewegung bleiben! Gegen die SiKo!


Siko_1 Vom 5. bis 7. Februar treffen bei der „Sicherheitskonferenz“ in München die Verteidigungsminister der NATO-Staaten, die Generäle und Rüstungslobbyisten zusammen, um ihren tödlichen Geschäften nachzugehen. Die Siko ist ein wichtiges Forum zum Gedankenaustausch von Entscheidungsträgern der internationalen Sicherheitspolitik. Einer militärischen Sicherheitspolitik, die für Millionen Menschen Krieg, Unterdrückung und Tod bedeutet
Wir unterstützen dabei den Aufruf des AK Internationalismus zu den Protesten gegen die diesjährige Siko. Mit einer kraftvollen internationalistischen Demonstration soll am 6. Februar ein Zeichen gegen Kapitalismus, Krise und Krieg gesetzt werden. In Bewegung bleiben! Aktiv werden gegen Nato-Kriegspolitik!

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Info: Aktuelle Informationen und eine Dokumentation der letzten Jahre findet ihr beim
Aktionsbündnis gegen die Nato-Sicherheitskonferenz oder beim AK Internationalismus.

Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf!


Soli_Kurdistan_2Am 12. Dezember 2009 hat der türkische Verfassungsgerichtshof nach viertägigem Prozess einstimmig beschlossen die prokurdische und demokratische Gesellschaftspartei DTP (z.dt. Partei für eine Demokratische Gesellschaft) zu verbieten. Zwei der 21 im türkischen Parlament sitzenden Abgeordneten der DTP, darunter der Covorsitzende, wurde der Abgeordnetenstatus entzogen. Zudem erhielten die beiden Abgeordneten und weitere 35 FunktionärInnen ein fünfjähriges politisches Betätigungsverbot, d.h. ihnen wird das demokratische Grundrecht entzogen in einer Partei Mitglied zu sein bzw. eine Partei zu gründen. Das Parteivermögen geht an den türkischen Staat.

Die Gründe für das Verbot sieht das türkische Gericht in vermeintlich separatistischen Bestrebungen der DTP. Außerdem solle sie der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK nahe stehen bzw. der politische Arm der um das Recht auf Selbstbestimmung für KurdInnen kämpfenden, kurdischen Guerillabewegung sein. Die DTP trat offensiv für einen Friedensprozess und basisdemokratische Organisierung ein und ist bereits die sechste kurdische Partei die durch den türkischen Staat verboten wurde. Mehrere Millionen Menschen hatten bei der letzten Parlamentswahl der DTP ihre Stimme gegeben.
Darüber hinaus beruft sich der türkische Verfassungsgerichtshof in seiner Verbotsbegründung auch auf ein jüngst vom Europäischen Menschengerichtshof in Straßburg gefälltes Urteil. Dieser hatte im Sommer das von spanischen Gerichten ausgesprochene Verbot der baskischen Partei Herri Batasuna bestätigt. Auch ihr waren, wie der DTP, Verbindungen zu bewaffneten Gruppen und der Guerilla, in diesem Fall der ETA (z.dt. Baskenland und Freiheit), vorgeworfen worden.

Der lange Kampf um Selbstbestimmung

Im August 1984 hatte die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) den Kampf gegen die gerade entstandene Militärdiktatur in der Türkei aufgenommen. Ein damals als direkte politische Reaktion geschaffenes, repressives und rassistisches „Kurdengesetz“ gilt bis heute. Militärisch versuchte der türkische Staat bis in die 90er Jahre durch Massaker an der kurdischen Zivilbevölkerung der Bwegung Einhalt zu gebieten. So wurden bis zu 6000 kurdische Dörfer durch gezielte Militäreinsätze zerstört und die soziale Basis der Guerilla zu beseitigen. Bei diesem Krieg, dem bisher bis zu 40.000 Menschen zum Opfer fielen, bekam und bekommt die Türkei bis heute militärische und politische Unterstützung durch die BRD.

Internationale Solidarisierung

Als Reaktion auf das Mitte Dezember ausgesprochene Verbot der DTP kam es in vielen türkischen Städten, insbesondere in den kurdischen Gebieten in der Ost-Türkei zu Demonstrationen und Protesten. Der türkische Staat, in Person von Polizei und Armee ging mit Härte gegen die überwiegend jungen DemonstrantInnen vor. Massenfestnahmen waren die Folge. Im Rahmen der Proteste wurden bisher drei Menschen von bewaffneten Organen des türkischen Staates ermordet.

International solidarisierten sich linke Parteien, Gewerkschaften, kommunistische und linksradikale Organisationen mit den vom Verbot Betroffenen. So auch verschiedenen Landtags- und die Bundestagsfraktion der Partei die Linke. Darüber hinaus kam es auch in Baden-Württemberg zu direkten Protesten gegen das DTP-Verbot.
Bereits am 13. Dezember 2009, dem Tag nach dem Verbot des Verfassungsgerichtshofs, demonstrierten in Freiburg 250 Kurdinnen und Kurden, unterstützt von einer Delegation deutscher Antifaschisten und Internationalisten, gegen das DTP-Verbot und für eine Lösung des Konflikts. Eine Woche später kam es am 19. Dezember 2009 zu einer Großdemonstration in Stuttgart. Annähernd 1100 Kurdinnen und Kurden sowie deutsche und türkische Linke zogen in einer kraftvollen und lautstarken Demonstration mit Parolen wie „Hoch die Internationale Solidarität!“, „Deutsche Waffen, deutsches Geld morden mit in aller Welt!“ und „Deutsche Panzer raus aus Kurdistan!“ durch die Landeshauptstadt zum türkischen Konsulat. Kurdische GenossInnen ließen es sich dabei nicht nehmen, die Fahnen verbotener Organisationen aus der Geschichte ihres Kampfes um Selbstbestimmung in der winterlichen Kälte Stuttgarts hoch zuhalten. Ein Großteil der Demonstration lief vermummt.

Die BRD- Helfershelferin im Krieg

In Redebeiträgen auf deutsch, türkisch und kurdisch wurde auch die Rolle der BRD im Krieg gegen die fortschrittlichen Kräfte in den kurdischen Gebieten thematisiert. So werden schon seit Jahrzehnten die aus Deutschland gelieferten Panzer und Waffen in erster Linie gegen friedliche Demonstrationen, Versammlungen und Feste von prokurdischen und linken Organisationen eingesetzt (z.B. im Rahmen des kurdischen Neujahrsfestes Newroz). Immer wieder kommt es dabei zu Toten und Verletzten.
Innerhalb der bundesdeutschen Staatsgrenzen sorgte die Regierung mit dem PKK-Verbot, das zehntausende Kurdinnen und Kurden über Nacht kriminalisierte und regelmäßigen Razzien in Kulturvereinen für das entsprechende politische Klima. So erschoss die Polizei in Hannover 1994 einen kurdischen Jugendlichen beim Plakatieren. Erst im vergangenen Jahr verbot der damalige Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) den kurdischen Fernsehsender „ROJ TV“.

Deutsche Politiker sprechen sich seit Jahren gegen eine Aufnahme der Türkei in die Europäische Union aus. Mangel im Demokratieverständnis und im demokratischen Prozess sind dabei Hauptargumente die ins Feld geführt werden. Gleichzeitig sehen deutsche Behörden aber denselben Staat, in dem faschistische Pogrome gegen Linke und KurdInnen an der Tagesordnung sind, als demokratisch genug an um tausende in der Bundesrepublik lebende Kurdinnen und Kurden in die Türkei abzuschieben. Vielen droht dort wegen politischer Aktivität und ihrem Engagement für eine friedliche Lösung des Kurdenkonflikts lange Haftstrafen und Folter.

Zudem ziert sich die BRD nicht, unter Folter erpressten Aussagen aus der Türkei, in aktuellen Verfahren gegen linke MigrantInnen in der Bundesrepublik zu verwenden. Vielen wird die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zur Last gelegt (z.B. im DHKP-C Verfahren in Düsseldorf). Die Inhaftierten leiden extrem, bedingt durch physische und psychische Schäden aus türkischer Folter, unter ihrer Isolationshaft in Deutschland. So beispielsweise der in Stuttgart-Stammheim inhaftierte, schwer herzkranke Mustafa Atalay.
Hier zeigt sich auch, dass der neu geschaffene Paragraph § 129b mitnichten der Bekämpfung einer herbei halluzinierten islamischen Terrorgefahr dient, sondern ausschließlich zur Kriminalisierung und Bekämpfung migrantitscher Linker und KommunistInnen verwendet wird.

Alle Besatzer raus aus Kurdistan!
Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf!
Hoch die Internationale Solidarität!

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Info: Die Broschüre „15 Jahre PKK-Verbot – eine Verfolgungsbilanz“ bietet ausführliche Informationen und Texte zur Verfolgung und Kriminalisierung von KurdInnen und Kurden in der Bundesrepublik. Sie ist hier als
PDF abrufbar.



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Information

Das Antifaschistische Kollektiv Bühl [akb] ist eine Organisierung engagierter AntifaschistInnen unterschiedlichster politischer Strömungen. Seit nunmehr fast 4 Jahren haben wir uns gemeinsam politisch und strukturell fest organisiert um Faschisten und der Reaktion entschlossen und stark entgegenzutreten. Wir stellen an uns den Anspruch auch in der Provinz antifaschistische Positionen entschlossen zu vertreten, in solidarischer Arbeit die fortschrittliche Bewegung zu stärken und aufzuzeigen, dass eine Perspektive jenseits von Kapitalismus und Krieg möglich ist.

Bühl (Baden)

Bühl ist eine Stadt im Westen Baden-Württembergs, rund zehn Kilometer südwestlich von Baden-Baden. Sie ist mit 30.000 EinwohnerInnen nach der Kreisstadt Rastatt und der Stadt Gaggenau die drittgrößte Stadt des Landkreises Rastatt und bildet ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden. Seit 1. Januar 1973 ist Bühl Große Kreisstadt. Der Gemeinderat der Stadt Bühl hat seit der letzten Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 insgesamt 43 Mitglieder. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis: 20 Sitze CDU, 7 Sitze SPD, 6 Sitze Freie Wähler (FW), 5 Sitze Grüne Alternative Liste (GAL) und 5 Sitze für die FDP/DVP.

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