Vorwärts und nicht vergessen!

Das Antifaschistische Kollektiv Bühl hat zum 26. Januar 2011 aufgehört zu existieren. Wir dokumentieren hier die Gründungserklärung der Antifaschistischen Linken Bühl-Achern (ALBA) und verweisen auf die neue Homepage: www.alba.blogsport.de

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Gründungserklärung der Antifaschistischen Linken Bühl-Achern [alba].
Hiermit dokumentieren wir, die Antifaschistische Linke Bühl-Achern, unsere Gründung zum 27. Januar 2011.
Wir wollen es nicht hinnehmen, dass in Zeiten neoliberaler Politik, die sich unter anderem durch Sozialabbau und Prekarisierung ausdrückt, linke Positionen an Boden verlieren. Unser Anliegen ist es daher, linke und antifaschistische Positionen in Achern, Bühl und der Umgebung zu vertreten und auszubauen.

Wir gehen aus einer Strukturdebatte um Vernetzung und Organisation hervor. Uns liegt viel an einer Zusammenarbeit mit allen fortschrittlichen Gruppen, mit welchen wir den Einsatz für eine bessere Welt, frei von Faschismus, Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg teilen oder mit welchen wir zumindest in wichtigen Teilbereichskämpfen Überschneidungen haben.

So stellt der Zusammenschluss der Linken Initiative Achern (LIA) und des Antifaschistischen Kollektivs Bühl [akb] das gemeinsame Nachfolgeprojekt, die Antifaschistische Linke Bühl-Achern [alba], dar. Damit sind diese beiden Gruppen aufgelöst.

Konkreter Praxis geht theoretische Vorarbeit voraus, deren Umsetzung das Ziel der politischen Arbeit sein muss.
Wollen wir diesem Anspruch gerecht werden, bedarf unsere Praxis nicht nur eine basisdemokratische Arbeitsweise, sondern auch einer regelmäßigen Reflexion, um von unseren Zielsetzungen nicht abzuweichen.

Durch die Aufarbeitung der Geschichte können wir wichtige Anlehnungspunkte finden, um vergangene Erfahrungen und Erkenntnisse einzubeziehen und auf diesen aufzubauen.
Unsere Positionen versuchen wir in unseren Aktionen, Veranstaltungen und Publikationen deutlich, kontinuierlich und konsequent nach Außen zu tragen.

Wir wollen eine lebendige, emanzipatorische Kultur schaffen, um damit menschenfeindlichen Tendenzen alltäglich entgegenzuwirken.

Wir streben daher eine effiziente, solidarische Bündnispolitik an, um antikapitalistische und revolutionäre Positionen einem breiten Spektrum näher zu bringen und an Bedeutung zu gewinnen.
Hierzu wollen wir bestehende Kontakte ausbauen und unsere Vernetzung innerhalb wichtiger Strukturen vorantreiben.

Fortan wollen wir als relevante politische Kraft in der Region wahrgenommen werden und in Erscheinung treten.

Antifaschistische Linke Bühl-Achern, 27. Januar 2011
Kontakt: alba.blogsport.de
achernbuehl[aet]antifaschistische-linke[punkt]de

Kein Platz für Faschisten! Weder in Weiler, noch in Söllingen, noch anderswo!


weiler_1Nicht nur im „Rössle“, der ehemaligen Gaststätte in Rheinmünster-Söllingen im Landkreis Rastatt haben Neonazis Räumlichkeiten angemietet und ein sogenanntes Nationales Zentrum eingerichtet. Auch in Schorndorf-Weiler in der Nähe von Stuttgart existiert seit einigen Jahren ein solches Zentrum.
Im Jahre 2006 erwarb der NPD-Funktionär Jürgen Wehner dort das Gaststättengebäude „Linde“ in Schorndorf-Weiler. Unter Parteileitung wurde es schnell zu einem faschistischen Propagandazentrum ausgebaut, das mit billigem Bier und rechten Veranstaltungen vor allem Jugendliche anlocken sollte. Dabei wurde nicht nur mit massenhaft Hetze der NPD hantiert, sondern auch vor Schiessübungen im Keller des Hauses, dem öffentlichen Ausstellen eines Hitler-Portraits und direkten Angriffen auf AntifaschistInnen vor dem Gebäude nicht Halt gemacht.
Im Jahre 2008 konnten AntifaschistInnen aus Weiler nach langem Ringen den Entzug der Gaststättenlizenz für Jürgen Wehner erreichen. Doch auch nach diesem Teilerfolg bleibt die „Linde“ weiterhin ein wichtiges Standbein der NPD in der Region, dient als Lagerort für Propaganda und als Veranstaltungsort für Schulungen und interne Nazifeiern. Und auch Jürgen Wehner tritt bei den Landtagswahlen 2011 erneut als NPD-Kandidat für Schorndorf an.
Die anwachsende Naziszene im Rems-Murr Kreis besteht zu großen Teilen aus unorganisierten Jugendlichen, die bei Festen und öffentlichen Veranstaltungen durch Pöbeleien und gewalttätige Übergriffe auf MigrantInnen und Andersdenkende auf sich aufmerksam machen. Sie sind es, die mit der „Linde“ für die Nazipartei geworben werden sollen und schon jetzt in ihrem Dunstkreis verkehren. Das die „Linde“ kein Einzelfall ist, zeigt das „Rössle“ in Rheinmünster-Söllingen zur genüge.

Nur gemeinsam, laut und unnachgiebig sind wir in der Lage die Nazis zurückzudrängen. Mit fortschrittlichen Antworten auf zunehmende soziale Missstände können wir ihnen den Nährboden für ihre menschenverachtende Hetze entziehen.
Gemeinsam und konsequent gegen die Linde und die Naziszene im Rems-Murr Kreis!

Am 27. November 2010 auf die Straße gegen Rechts! Heraus zur antifaschistischen Demonstration in Schorndorf um 14 Uhr, vor dem Bahnhof!

Gemeinsame Zugfahrt zur antifaschistischen Demonstration:
Zug­treff­punkt: 11h | Bühl Bahnhof | Gleis 1

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Nähere Informationen zu den Aktivitäten gegen die „Linde“ und die Naziszene im Rems-Murr Kreis findet ihr bei der
Antifaschistischen Aktion Aufbau Stuttgart oder bei Weiler schaut hin e.v..

Frieden und Freiheit für Kurdistan!


Am Sams­tag, den 20. No­vem­ber 2010, fin­det in Heil­bronn um 13:00 Uhr eine über­re­gio­na­le De­mons­tra­ti­on unter dem Motto „Frie­den und Frei­heit für Kur­dis­tan!“ statt. Damit soll ein kraft­vol­les Zei­chen gegen den Krieg und die Re­pres­si­on gegen den kur­di­schen Be­frei­ungs­kampf ge­setzt und auch die Waf­fen­lie­fe­run­gen der BRD an den tür­ki­schen Staat the­ma­ti­siert wer­den. Ge­mein­sam müs­sen wir als kur­di­sche, tür­ki­sche und deut­sche Linke die so­zia­len und an­ti­mi­li­ta­ris­ti­schen Kämp­fe füh­ren. Nur zu­sam­men wer­den wir eine Per­spek­ti­ve auf ein Ende von Krieg, Aus­beu­tung und Un­ter­drü­ckung haben.

Sams­tag | 20.​11.​2010 | 13h | Heil­bronn, Haupt­bahn­hof
Zug­treff­punkt: 10h | Bühl Bahnhof | Gleis 1

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Hier findet ihr ein im vergangenen Jahr von uns herausgegebenes
Flugblatt zum Verbot der kurdischen Partei DTP.

Rheinau-Memprechtshofen: Nazi-Heldengedenken am 14.11.2010 verhindern!


rheinau_2Auch dieses Jahr werden am Volkstrauertag in Rheinau-Memprechtshofen die Nazis erwartet. Dadurch, dass das letztjährige „Heldengedenken“ nicht stattfinden konnte und das „Nationale Zentrum“ in Söllingen nur wenige Minuten entfernt ist, liegt die Vermutung nahe, dass sich Faschist_innen dieses Jahr wieder am „Panzergraben“ blicken lassen. Zunächst jedoch ein Rückblick.

Das Heldengedenken 2009: Ein Rückblick

Bereits im Vorfeld zum letztjährigen Naziaufmarsch kündigte das Rheinauer Bündnis „Bunt statt Braun“ eine Kundgebung auf dem Zufahrtsweg zum „Ehrenmal“ Panzergraben an. Auf diese Kundgebung mobilisierte auch die Kampagne
„Macht euch vom Acker“, um das Bündnis zu unterstützen und den Ort als Ausgangspunkt zur Blockade des Naziaufmarschs zu nutzen. Um eigene Akzente zu setzen wurde ein Infostand mit Volksküche und Musik aufgebaut. Dieser fand von allen Besuchern regen Zuspruch.

Die NPD Karlsruhe sah sich, wohl aufgrund des starken und frühzeitig aufgebauten antifaschistischen Drucks der beiden Bündnisse gezwungen, im Vorfeld ihre eigene geschichtsrevisionistische Veranstaltung am Panzergraben abzusagen. Dennoch wurde von den beiden Bündnissen weiter auf die Kundgebung mobilisiert, welche dann von rund 150 Teilnehmer_innen besucht worden ist. Redebeiträge wurden unter anderem von der Kampagne „Macht euch vom Acker“ und dem Bündnis „Bunt statt Braun“, sowie einigen Einzelpersonen gehalten. Ein Naziaufmarsch fand an diesem Tag am Panzergraben nicht statt!

Somit kann unter den antifaschistischen Veranstaltungen des letzten Jahres ein positiver Schlussstrich gezogen werden. Das Heldengedenken war verhindert worden; nur vereinzelt ließen sich Nazis am Rande der Kundgebung blicken. Die solidarische Zusammenarbeit der beiden Zusammenhänge war erfolgreich. Einziger Wermutstropfen stellten einige Gedenkkränze u.a. der NPD Ortenau dar, die am Montagmittag am Panzergraben vorzufinden waren. Es ist davon auszugehen, dass diese von Einzelpersonen spät abends angebracht worden sind, um eine erfolgreiche NPD-Veranstaltung vorzutäuschen. Zudem behauptete das Karlsruher Netzwerk mittags, ein Heldengenken am Karlsruher Turmberg durchgeführt zu haben, welches aber ohne nennenswerte Öffentlichkeitswirkung stattgefunden haben muss.

2009 war der Naziaufmarsch bereits im ersten Anlauf verhindert worden und wir wollen alles daran setzen, dass dem Nazitreiben am Panzergraben auch dieses Jahr und ein für alle Mal ein Ende gesetzt wird.

14.11.2010: Nazi-Heldengedenken verhindern!

Auch in diesem Jahr heißt es, sich den Nazis am Panzergraben in den Weg zu stellen. Wie auch im letzten Jahr muss man annehmen, dass die Nazis am „Ehrenmal“ Panzergraben den 27 gefallenen deutschen Soldaten gedenken wollen, die heldenhaft ihr Leben für Volk und Führer gelassen hätten. Dass diese eben nicht mit Kopfschüssen ermordet worden sind, worauf sich die Nazis immer berufen und dass es absolut idiotisch ist, in den Krieg zu ziehen, gibt uns allen Anlass uns gegen die Nazis am Panzergraben zu positionieren. Es darf nicht zugelassen werden, dass die Nazis ihren Schwachsinn, der mittlerweile von seriösen Quellen widerlegt worden ist, weiter verbreiten.

Dass es dieses Jahr noch keine offizielle Ankündigung der Nazis gibt, bedeutet gar nichts; am wenigsten, dass die Naziumtriebe am „Ehrenmal“ beendet seien. Auch letztes Jahr legten sie in der darauffolgenden Nacht Gedenkkränze ab. Das nur rund 12 km entfernt gelegene „Nationale Zentrum“ in Rheinmünster-Söllingen lässt annehmen, dass sich die Nazis am Volkstrauertag auch in Membrechtshofen blicken lassen, mit dem Ziel die Teilnehmer der angemeldeten Kundgebung zu provozieren, ebenso wie sie die antifaschistische Kundgebung am 23.10.2010 massiv provozierten. So müssen wir an dem Tag alle ein Zeichen setzen, gegen den Geschichtsrevisnionismus der Nazis, gegen plumpen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und auch gegen das Nazizentrum in Söllingen, in welchem sich all das verfestigt.

Kommt alle am Sonntag, den 14.11.2010 mit nach Memprechtshofen! Wir dürfen den Nazis nicht das Feld überlassen!
Nie wieder Krieg – Nie wieder Faschismus!


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Kundgebung in Memprechtshofen ab 13h, Panzergraben

Treffpunkt in Achern ab 11.45h, Bahnhof
Treffpunkt in Bühl ab 11h, Bahnhof

Ein gemeinsamer Aufruf von:
Linke Initiative Achern (LIA) | Antifaschistisches Kollektiv Bühl (AKB)

Bundeswehrkonzert in Appenweier mit Protest begleitet!


appenweier_1Am Donnerstag, den 28.10., spielte der Luftwaffenmusikkorps 2 Karlsruhe in Appenweier zugunsten von „Sorgenkindern in Bundeswehrfamilien“. Eingeladen hatte die „Kameradschaft ehemaliger Soldaten Appenweier e.V.“ ab 19.30 Uhr in die Schwarzwaldhalle. Dem Ruf folgte neben rund 300 Gästen, denen das Konzert 12€ Abendkassenpreis wert war, auch allerlei Politprominenz. So reiste aus Mannheim ein hoher Gesandter der Bundeswehr an, ein Mitglied des Bundestages unterstützte das Konzert im Vorfeld, ebenso auch der Bürgermeister von Appenweier.
Solche Konzerte, mit denen einerseits die Verbindung zwischen „Volk und Truppe“ gestärkt werden soll und andererseits die Bundeswehr in einem netten Licht erscheinen soll, gilt es abzulehnen. Es muss ein bewusst gemacht werden, dass soldatisches Empfinden, Kameradschaftsgeist und bedingungsloser Gehorsam in einer lebenswerten Welt nicht zu suchen hat. Es muss klargestellt werden, dass eine Armee in keinster Weise karitative Zwecke verfolgt, sondern einzig und allein den Zweck hat, Interessen durchzusetzen. Auch wenn nur ein Teil der Besucher sich aufgrund unserer (zu) späten Ankunft mit dem direkten Protest in Form von Transparent, Fahnen, Schildern und Flugblättern konfrontiert war, so konnten wir doch einige Menschen direkt erreichen oder steckten eben die Flugblätter an ihre Autos.
Es bleibt zu hoffen, dass sich wenigstens ein paar Menschen sich mit unserer Position auseinander setzen und so ihre eigene verändern. Obwohl leider noch eine Personalie abgegeben werden musste, verlief der Protest bis auf einen überfreundlichen Security als Wachhund, und einem verständnisvollen Polizeirevierleiter aus Kehl, der zufällig auch anwesend war, ereignislos.
Alles in allem war dieser Protest, obwohl er noch steigerbar ist, der erste Schritt in die richtige Richtung. Das Blasmusikkonzert wurde in der Provinz entsprechend begleitet und eine ablehnende Haltung wurde aufgezeigt. Nächstes Mal kommen wir einfach früher!

Militärmusik abblasen-Nie wieder Krieg!



Information

Das Antifaschistische Kollektiv Bühl [akb] ist eine Organisierung engagierter AntifaschistInnen unterschiedlichster politischer Strömungen. Seit nunmehr fast 4 Jahren haben wir uns gemeinsam politisch und strukturell fest organisiert um Faschisten und der Reaktion entschlossen und stark entgegenzutreten. Wir stellen an uns den Anspruch auch in der Provinz antifaschistische Positionen entschlossen zu vertreten, in solidarischer Arbeit die fortschrittliche Bewegung zu stärken und aufzuzeigen, dass eine Perspektive jenseits von Kapitalismus und Krieg möglich ist.

Bühl (Baden)

Bühl ist eine Stadt im Westen Baden-Württembergs, rund zehn Kilometer südwestlich von Baden-Baden. Sie ist mit 30.000 EinwohnerInnen nach der Kreisstadt Rastatt und der Stadt Gaggenau die drittgrößte Stadt des Landkreises Rastatt und bildet ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden. Seit 1. Januar 1973 ist Bühl Große Kreisstadt. Der Gemeinderat der Stadt Bühl hat seit der letzten Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 insgesamt 43 Mitglieder. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis: 20 Sitze CDU, 7 Sitze SPD, 6 Sitze Freie Wähler (FW), 5 Sitze Grüne Alternative Liste (GAL) und 5 Sitze für die FDP/DVP.

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